Warum bei tiffig Lehrlinge gratis sind, und andere Preisfragen, die niemand stellt

Zuletzt aktualisiert: April 2026
Autor: Tristan Brunner, CPO & Mitgründer tiffig
«Software-Preisseiten sind oft komplizierter als die Software selbst. Drei Pakete, Funktionsvergleichstabellen, Sternchen mit Fussnoten, und am Ende steht trotzdem «Preis auf Anfrage». Wir wollten das Gegenteil.» , Tristan Brunner, tiffig
Was kostet tiffig?
CHF 89 pro Lizenz pro Monat. Für alle. Punkt. Keine Pakete, keine Abstufungen, keine versteckten Kosten. Lehrlinge in einem anerkannten Lehrverhältnis (EFZ oder EBA) nutzen tiffig komplett gratis. Das ist keine Marketing-Entscheidung, sondern eine Überzeugung.
Warum gibt es bei tiffig nur einen Preis?
Weil Kommunikation auf der Baustelle keine Premium-Funktion ist. Die meisten Software-Anbieter staffeln ihre Preise nach Rollen oder Funktionsumfang. «Basic» für die einfachen Nutzer, «Pro» für die Projektleiter, «Enterprise» für alle, die es sich leisten können.
Auf einer Baustelle arbeiten alle zusammen. Der Polier erstellt den Rapport, der Facharbeiter meldet ein Problem, der Projektleiter plant den nächsten Tag. Wenn der Facharbeiter im «Basic»-Paket keine Meldungen absetzen kann, weil das eine «Pro»-Funktion ist, dann funktioniert das ganze System nicht.
Natürlich braucht ein temporärer Büezer nicht die gleichen Funktionen wie ein Projektleiter. Deshalb hat tiffig rollenbasierte Zugänge, jeder sieht genau das, was er für seinen Job braucht. Nicht mehr, nicht weniger.
Aber der Preis ist für alle gleich. CHF 89. Egal ob Projektleiter oder Facharbeiter.
Und wenn sich die Rolle ändert, weil dein bester Büezer plötzlich Vorarbeiter-Aufgaben übernimmt, dann passt du die Rolle an und fertig. Kein Upgrade, keine Preiserhöhung, kein Verkaufsgespräch. Bei anderen Anbietern wäre das ein Paketwechsel mit höheren Kosten. Bei uns ist es ein Klick.
Warum sind Lehrlinge bei tiffig gratis?
Lehrlinge in einem anerkannten Lehrverhältnis (EFZ oder EBA) nutzen tiffig komplett gratis. Keine Zeitbeschränkung, keine Funktions-Einschränkung, keine versteckten Bedingungen. Das ist keine Aktion und kein Rabatt, sondern eine Grundsatzentscheidung, die drei Gründe hat.
Der Lohn passt nicht zur Lizenz. Ein Dachdecker-Lehrling im ersten Lehrjahr verdient in der Schweiz rund CHF 800 bis 1'000 pro Monat. Ihm eine Softwarelizenz von CHF 89 zu verrechnen, das wäre fast 10 Prozent seines Lohns. Das ist unverhältnismässig.
Der Lehrling ist Teil des Teams. Er ist fast jeden Tag auf der Baustelle. Wenn das Team ein digitales Werkzeug nutzt, darf er nicht ausgeschlossen sein, nur weil sein Chef die Lizenz nicht rechtfertigen kann. Software, die halbe Teams ausklammert, funktioniert auf der Baustelle nicht.
Die Schweizer Berufslehre ist das Rückgrat unseres Handwerks. Das duale Berufsbildungssystem bildet die Fachkräfte aus, die in zehn Jahren die Betriebe führen werden. Wer Lehrlinge digital ausschliesst, schwächt genau dieses System. Wir bei tiffig wollen die Schweizer Lehrstelle aktiv unterstützen, nicht zusätzlich belasten.
«Wir drei Gründer haben selber alle eine Lehre gemacht, zwei als Mediamatiker EFZ, einer als Dachdecker EFZ. Wir wissen, was ein Lehrling leistet, und was er verdient. Ihn bei einem digitalen Werkzeug auszuschliessen wäre absurd.» , Ludwig Antilli, CTO tiffig
Deshalb sind Lehrlinge bei tiffig gratis. Nicht als Marketing-Gag, sondern als Grundsatzentscheidung.
Das hat auch einen praktischen Nutzen: Lehrlinge, die von Anfang an mit digitalen Werkzeugen arbeiten, werden diese später selbstverständlich nutzen, wenn sie Poliere, Vorarbeiter oder Geschäftsführer werden. Die digitale Baustelle beginnt in der Lehre, nicht erst später.
«Oftmals erlebe ich, dass Lehrlinge im Arbeitsalltag nur Bring- und Holaufgaben sowie Aufräumarbeiten ausführen dürfen. Dabei sind Lehrlinge, die von Anfang an begleitet und in den Arbeitsprozess mit eingebunden werden, bald fähig, selbständig Aufgaben und Verantwortung für kleinere Projekte zu übernehmen. Und aus unternehmerischer Sicht macht es absolut Sinn, einen gut ausgebildeten Fachmann oder eine Fachfrau nach der Lehre weiter zu beschäftigen.» , Florian Brunner, tiffig
Warum gibt es bei tiffig kein «Preis auf Anfrage»?
Weil Transparenz keine Option ist, sondern eine Pflicht. «Preis auf Anfrage» bedeutet in der Regel eines von zwei Dingen: Entweder ist der Preis so hoch, dass der Anbieter ihn nicht öffentlich zeigen will. Oder der Preis hängt davon ab, wie viel der Anbieter glaubt, dir verrechnen zu können.
Beides ist intransparent, und beides kennen Handwerker zur Genüge, sie selbst müssen ihren Kunden schliesslich auch transparente Offerten schreiben.
Bei tiffig steht der Preis auf der Website. CHF 89. Kein Verkaufsgespräch nötig, kein Verhandeln, kein Kleingedrucktes.
Warum hat tiffig keine Pakete?
Weil abgestufte Paketmodelle Nutzer zum Upgrade drängen, statt ihnen zu helfen. Das klassische Software-Modell sieht so aus: Basic, Pro, Enterprise. Jedes Paket hat eine Funktionsliste, die dich zum nächsthöheren Paket drängt.
Bei tiffig gibt es das nicht. Ein Preis, rollenbasierter Zugang. Jede Rolle sieht genau die Funktionen, die sie braucht, und wenn sich die Rolle ändert, ändert sich der Zugang mit. Ohne Aufpreis. Wenn wir eine neue Funktion bauen, steht sie allen zur Verfügung.
Was kostet tiffig für einen typischen Dachdeckerbetrieb?
Rolle | Anzahl | Preis pro Lizenz | Total |
|---|---|---|---|
Geschäftsführer | 1 | CHF 89 | CHF 89 |
Polier / Vorarbeiter | 1 | CHF 89 | CHF 89 |
Facharbeiter | 2 | CHF 89 | CHF 178 |
Lehrlinge | 2 | CHF 0 | CHF 0 |
Total pro Monat | CHF 356 |
CHF 356 pro Monat für den ganzen Betrieb. Kein Sternchen, keine Fussnote.
Zum Vergleich: Die geschätzten 10 Stunden pro Woche, die du durch digitale Rapportierung und Planung sparst, entsprechen bei einem Stundensatz von CHF 80 einem Wert von CHF 3'200 pro Monat. Die Software kostet weniger als einen halben Tag der Zeit, die sie spart.
«Es gibt viele kleinere Dachdeckerbetriebe mit 7 bis 8 Leuten oder sogar 1 bis 2-Mann-Geschäfte. Dort ist es üblich, dass der Geschäftsführer selber noch in den Überhosen auf der Baustelle mitarbeitet. Bei grösseren Betrieben mit 10 und mehr sind vor allem die Projektleiter in der Bauausführung tätig. Mit den tiffig-Lizenzen können alle Betriebsstrukturen individuell abgestimmt arbeiten.» , Florian Brunner, tiffig
Welche Preisregeln hat tiffig?
Regel 1: Der Preis steht auf der Website. Immer. Kein «kontaktiere uns für ein Angebot». Wenn wir den Preis erhöhen, kommunizieren wir das transparent und im Voraus.
Regel 2: Gleicher Preis, egal welche Rolle. Ob Facharbeiter oder Projektleiter, CHF 89. Wenn sich die Rolle ändert, ändert sich der Zugang. Nicht der Preis.
Regel 3: Lehrlinge zahlen nichts. Solange es tiffig gibt, zahlen Lehrlinge nichts. Das ist keine Aktion, kein Angebot, kein zeitlich begrenzter Deal. Es ist eine Grundsatzentscheidung.
Fazit: Wie sieht die Preisphilosophie von tiffig aus?
Transparente Preise, kein Kleingedrucktes, und die Überzeugung, dass jede Person auf der Baustelle den gleichen Zugang zu guten Werkzeugen verdient, unabhängig von Rolle oder Lohnstufe.
Das Produkt ist einfach wie dein Hammer. Die Preisliste auch.
FAQ: Preise und Lizenzen
Warum kostet tiffig CHF 89 und nicht weniger?
Wir sind ein kleines Team, das ein gutes Produkt baut. CHF 89 erlaubt uns, die Software weiterzuentwickeln, Support zu bieten und langfristig am Markt zu bleiben.
Was passiert, wenn ich mehr als 20 Lizenzen brauche?
Der Preis bleibt gleich. CHF 89 pro Lizenz, egal ob du 3 oder 30 hast.
Sind wirklich alle Funktionen dabei?
Jede Rolle hat Zugang zu den Funktionen, die sie braucht. Ein Facharbeiter sieht seine Aufgaben und kann Meldungen absetzen. Ein Projektleiter sieht zusätzlich die Planung und Übersicht über alle Baustellen. Der Unterschied ist der Zugang, nicht der Preis. Und wenn ein Facharbeiter zum Vorarbeiter wird, passt du seine Rolle an. Fertig.
Was zählt als «Lehrling»?
Jede Person in einem anerkannten Lehrverhältnis (EFZ oder EBA) in der Schweiz. Wir verlangen einen jährlichen Nachweis, ein kurzer Dokumenten-Upload reicht. Wird der Nachweis nicht erneuert, wird das Gratis-Konto deaktiviert. Fair für alle.
Kann der Preis sich ändern?
Ja, langfristig ist das möglich. Aber wenn wir den Preis anpassen, erfährst du das mindestens 3 Monate im Voraus. Keine Überraschungen.
Wie schneidet tiffig preislich im Vergleich zu anderer Baustellensoftware ab?
Spezialisierte Baustellensoftware für kleine Betriebe kostet in der Schweiz zwischen CHF 50 und CHF 150 pro Lizenz pro Monat. tiffig liegt mit CHF 89 im Mittelfeld, bietet aber alle Funktionen für alle Rollen. Keine Pakete, kein Kleingedrucktes. Worauf du bei der Wahl sonst noch achten solltest, steht in unserem Kriterienkatalog für Dachdecker-Software.
